JPG, PNG oder WebP: Welches Bildformat ist das richtige?
JPG, PNG und WebP sind die drei häufigsten Bildformate im Web, doch jedes wurde für einen anderen Zweck entwickelt. Mit der richtigen Wahl lässt sich die Dateigröße oft halbieren oder man vermeidet hässliche Kompressionsartefakte. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede und zeigt, wann welches Format sinnvoll ist.
Verlustbehaftet oder verlustfrei: der grundlegende Unterschied
Bildformate lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Die verlustbehaftete Kompression verkleinert eine Datei, indem sie Details weglässt, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt. Die verlustfreie Kompression arbeitet ähnlich wie ein ZIP-Archiv: Sie erhalten exakt dasselbe Bild zurück, die Ersparnis fällt allerdings geringer aus.
JPG (auch JPEG genannt) ist immer verlustbehaftet. PNG ist immer verlustfrei. WebP beherrscht beide Modi und ist damit das flexibelste der drei Formate.
JPG: der Standard für Fotos
JPG wurde für Fotografien mit vielen weichen Farbverläufen entwickelt. Für solche Bilder ist es sehr effizient: Ein durchschnittliches Foto ist oft um ein Vielfaches kleiner als dasselbe Bild als PNG. Nahezu alles kann JPG öffnen: Smartphones, Browser, Copyshops und ältere Computer.
Die Nachteile: JPG unterstützt keine Transparenz, und an scharfen Kanten und Schrift entstehen sichtbare Artefakte (unscharfe Schleier um Buchstaben). Außerdem sinkt die Qualität jedes Mal ein wenig, wenn Sie ein JPG öffnen, bearbeiten und erneut speichern.
PNG: Screenshots, Logos und Transparenz
PNG bewahrt jeden einzelnen Pixel exakt und unterstützt einen transparenten Hintergrund. Damit ist es die richtige Wahl für Logos, Icons, Diagramme, Screenshots und alles mit Text oder scharfen Linien.
Der Preis ist die Dateigröße. Ein echtes Foto als PNG kann um ein Vielfaches größer sein als ein JPG, was die Seite langsamer lädt. Wenn Sie weder Transparenz noch verlustfreie Bearbeitung brauchen, sollten Fotos in der Regel nicht als PNG gespeichert werden.
WebP: die moderne Alternative
WebP wurde von Google entwickelt. Es unterstützt verlustbehaftete und verlustfreie Kompression, Transparenz und sogar einfache Animationen. Bei vergleichbarer Bildqualität ist eine WebP-Datei meist spürbar kleiner als JPG oder PNG, oft um ein Viertel oder mehr. Der genaue Gewinn hängt jedoch vom jeweiligen Bild ab.
Alle modernen Browser zeigen WebP problemlos an. Manche ältere Programme, E-Mail-Clients, Druckdienste und Upload-Formulare lehnen es aber weiterhin ab, sodass Sie es gelegentlich zurück in JPG oder PNG umwandeln müssen.
Vergleichstabelle
| Merkmal | JPG | PNG | WebP |
|---|---|---|---|
| Kompression | Verlustbehaftet | Verlustfrei | Beides |
| Transparenz | Nein | Ja | Ja |
| Animation | Nein | Nein (Standard-PNG) | Ja |
| Typische Größe (Foto) | Klein | Groß | Am kleinsten |
| Kompatibilität | Überall | Überall | Gut in Browsern, anderswo lückenhaft |
| Am besten für | Fotos | Logos, Screenshots | Webseiten |
Was Sie in der Praxis wählen sollten
- Ein Foto, das Sie per E-Mail verschicken oder drucken lassen: JPG.
- Ein Logo mit transparentem Hintergrund: PNG (oder WebP, wenn die Plattform es akzeptiert).
- Ein Screenshot mit Text: PNG.
- Fotos auf Ihrer eigenen Website: WebP, damit die Seiten schneller laden.
- Eine Datei für ein Behördenportal oder ein älteres System: JPG, die sicherste Wahl.
Umwandeln stellt verlorene Qualität nicht wieder her
Ein häufiger Fehler ist, ein JPG in PNG umzuwandeln, weil man sich davon ein besseres Bild erhofft. Das funktioniert nicht. Sobald ein Foto als JPG gespeichert wurde, sind einige Details unwiederbringlich verloren. PNG konserviert lediglich die bereits verschlechterte Version, und die Datei wird größer. Dasselbe gilt für die Umwandlung eines JPG in ein verlustfreies WebP.
Sinnvoll ist eine Konvertierung, wenn Sie Transparenz, Kompatibilität oder eine kleinere Dateigröße benötigen. Bewahren Sie dabei immer das Original auf. Unsere Konverter laufen direkt in Ihrem Browser, Ihre Dateien werden also nie auf einen Server hochgeladen.
So entscheiden Sie: eine kurze Checkliste
Beantworten Sie vor dem Konvertieren oder Exportieren eines Bildes drei Fragen. Erstens: Hat das Bild transparente Bereiche, die erhalten bleiben müssen? Wenn ja, scheidet JPG aus, und Sie wählen zwischen PNG und WebP. Zweitens: Ist es ein Foto oder eine Grafik? Fotos funktionieren gut als JPG oder WebP, Grafiken mit Text und Farbflächen sind als PNG besser aufgehoben. Drittens: Wo wird die Datei verwendet? Wenn Sie nicht sicher sind, ob das Ziel WebP unterstützt, wählen Sie JPG oder PNG.
Ein praktisches Beispiel: Sie haben ein Foto von Ihrem Smartphone, 4000 Pixel breit. Eine Webseite oder ein Onlineshop braucht diese Größe nicht. Auf etwa 1600 Pixel Breite verkleinert und als JPG oder WebP gespeichert, schrumpft die Datei oft von mehreren Megabyte auf wenige hundert Kilobyte, ohne dass man am Bildschirm einen Unterschied sieht. Das Verkleinern spart häufig mehr als der Formatwechsel.
- Qualitätseinstellung: Bei JPG- oder WebP-Fotos genügen meist etwa 75 bis 85 von 100. Darunter werden Blockartefakte sichtbar, darüber wächst die Datei, ohne dass man viel davon sieht.
- Kleine Icons und Logos: besser PNG oder SVG als JPG, denn JPG beschädigt scharfe Kanten.
- Für den Druck verwenden Sie die höchste Qualität und reduzieren die Auflösung nicht.
- Wenn Sie das Bild weiterbearbeiten wollen, behalten Sie eine PNG-Kopie und exportieren nur die endgültige Version als JPG oder WebP.
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